Arbeitsablauf

Dieses Kapitel zeigt dir typische Arbeitsabläufe und praktische Anwendungsszenarien für den Kontext.

Ersteinrichtung des Kontext

Szenario: ISO 9001 Zertifizierung vorbereiten

Ausgangssituation:

Dein Unternehmen plant die ISO 9001 Zertifizierung. Die Norm fordert in Kapitel 4 die Dokumentation des Organisationskontexts.

Ziel:

  • Alle relevanten interessierten Parteien identifizieren
  • Interne und externe Themen erfassen
  • Verknüpfungen zu Prozessen herstellen

Schritt 1: Themenarten anlegen

Aktion:

Erstelle zunächst die grundlegenden Themenarten.

Vorgehensweise:

  1. Navigation → Kontext → Themenarten
  2. Button “Neue Themenart”
  3. Erstelle folgende Arten:

Themenart 1: Interne Themen

Name: Interne Themen
Beschreibung: Faktoren und Bedingungen innerhalb der Organisation,
              die Einfluss auf das QM-System haben.

Themenart 2: Externe Themen

Name: Externe Themen
Beschreibung: Faktoren und Bedingungen aus der Umwelt der Organisation,
              die Einfluss auf das QM-System haben.
  1. Speichern

Ergebnis:

✅ Grundstruktur für Themenmanagement ist vorhanden

Schritt 2: Interessierte Parteien erfassen

Aktion:

Identifiziere die wichtigsten Stakeholder.

Workshop-Ansatz:

Führe einen Workshop mit der Geschäftsleitung durch:

Brainstorming-Fragen:

  • Wer hat Einfluss auf unser Unternehmen?
  • Wer hat Interesse an unseren Produkten/Dienstleistungen?
  • Wen beeinflussen wir mit unseren Tätigkeiten?

Typische Stakeholder:

KategorieBeispiele
KundenDirektkunden, Endkunden, Händler
LieferantenZulieferer, Dienstleister, Partner
MitarbeitendeAngestellte, Temporäre, Führungskräfte
EigentümerAktionäre, Geschäftsleitung, Inhaber
BehördenÄmter, Aufsichtsbehörden, Zertifizierer
ÖffentlichkeitMedien, Anwohner, Gesellschaft
WettbewerberDirekte, Indirekte Konkurrenten
FinanzpartnerBanken, Investoren, Versicherungen

Erfassung in ELIZA:

Für jeden Stakeholder:

  1. Dashboard → Button “Interessierte Partei”
  2. Formular ausfüllen:

Beispiel: Kunden

Name: Kunden
Beschreibung: Unsere direkten Auftraggeber aus der Industrie.

Interesse am Unternehmen: gross (3)
Einfluss auf das Unternehmen: gross (3)
→ Rating: 9 → Rot (hohe Priorität)

Verantwortung: Vertriebsleitung, Kundenservice
  1. Speichern
  2. Wiederholen für alle Stakeholder

Tipp:

Beginne mit den 5-10 wichtigsten Stakeholdern. Details können später ergänzt werden.

Schritt 3: Interne Themen erfassen

Aktion:

Erfasse relevante interne Faktoren.

Brainstorming-Fragen:

  • Welche internen Stärken haben wir?
  • Wo sehen wir interne Schwächen?
  • Welche Ressourcen stehen uns zur Verfügung?
  • Wo gibt es interne Herausforderungen?

Typische interne Themen:

ThemaBeschreibungBeispiel-Bewertung
UnternehmenskulturWerte, Führungsstil, ZusammenarbeitStärke
ProzessreifeReifegrad der GeschäftsprozesseVerbesserungspotenzial
Wissen & KompetenzenKnow-how der MitarbeitendenStärke
RessourcenVerfügbare finanzielle/personelle MittelSchwäche
TechnologieIT-Infrastruktur, DigitalisierungsgradVerbesserungspotenzial
InnovationFähigkeit zu InnovationenStärke

Erfassung in ELIZA:

Für jedes Thema:

  1. Dashboard → Button “Thema”
  2. Formular ausfüllen:

Beispiel: Prozessreife

Titel: Prozessreife

Beschreibung:
Der aktuelle Reifegrad unserer Geschäftsprozesse liegt bei Stufe 2
(definiert). Wir arbeiten daran, auf Stufe 3 (gesteuert) zu kommen.

**Massnahmen:**
- Prozess-KPIs einführen
- Regelmässige Process Reviews etablieren
- Prozess-Owner benennen

Typ: [x] Interne Themen

Verantwortung: QM-Beauftragter, Prozess-Koordinator
  1. Speichern

Schritt 4: Externe Themen erfassen

Aktion:

Erfasse relevante externe Faktoren.

Brainstorming-Fragen:

  • Welche externen Chancen gibt es?
  • Welche externen Risiken sehen wir?
  • Welche Markttrends beeinflussen uns?
  • Welche regulatorischen Anforderungen gelten?

Typische externe Themen:

ThemaBeschreibungBeispiel-Bewertung
FachkräftemangelSchwierigkeiten bei RekrutierungRisiko
DigitalisierungZunehmende AutomatisierungChance
RegulierungNeue Gesetze, VorschriftenRisiko
WirtschaftslageKonjunktur, NachfrageChance/Risiko
Technologie-TrendsNeue Technologien am MarktChance
WettbewerbKonkurrenzsituationRisiko

Erfassung in ELIZA:

Beispiel: Fachkräftemangel

Titel: Fachkräftemangel

Beschreibung:
In unserer Branche herrscht akuter Fachkräftemangel. Offene Stellen
können oft monatelang nicht besetzt werden.

**Auswirkungen:**
- Projektverzögerungen
- Überlastung bestehender Mitarbeiter
- Qualitätsrisiken

**Gegenmassnahmen:**
- Employer Branding verstärken
- Ausbildungsoffensive starten
- Flexible Arbeitsmodelle anbieten

Typ: [x] Externe Themen

Verantwortung: HR-Leitung, Geschäftsleitung

Schritt 5: Bewertungen vornehmen

Aktion:

Bewerte alle interessierten Parteien nach Interesse und Einfluss.

Bewertungs-Workshop:

Führe einen Workshop mit den relevanten Führungskräften durch:

Bewertungskriterien:

Interesse (1-3):

  • Klein (1): Partei zeigt wenig Interesse an uns
  • Mittel (2): Partei zeigt moderates Interesse
  • Gross (3): Partei ist stark an uns interessiert

Einfluss (1-3):

  • Klein (1): Partei kann uns kaum beeinflussen
  • Mittel (2): Partei hat moderaten Einfluss
  • Gross (3): Partei hat grossen Einfluss auf uns

Bewertungs-Matrix:

           Einfluss →
Interesse  │  1  │  2  │  3  │
     ↓     ├─────┼─────┼─────┤
     1     │  1  │  2  │  3  │ 🟢 Grün
           ├─────┼─────┼─────┤
     2     │  2  │  4  │  6  │ 🟠 Orange
           ├─────┼─────┼─────┤
     3     │  3  │  6  │  9  │ 🔴 Rot

Beispiel-Bewertungen:

StakeholderInteresseEinflussRatingFarbe
Kunden339🔴 Rot
Mitarbeitende326🟠 Orange
Lieferanten224🟢 Grün
Behörden133🟢 Grün

Ergebnis:

✅ Alle Stakeholder sind priorisiert

Schritt 6: Prozesse verknüpfen

Aktion:

Verknüpfe Prozesse mit Stakeholdern und Themen.

Vorgehensweise:

  1. Öffne einen Prozess (BPMN-Modul)
  2. Prozess bearbeiten
  3. Wähle relevante interessierte Parteien
  4. Wähle relevante Themen
  5. Speichern

Beispiel: Vertriebsprozess

Prozess: Kundenauftrag abwickeln

Interessierte Parteien:
- [x] Kunden
- [x] Lieferanten
- [x] Mitarbeitende

Themen:
- [x] Kundenzufriedenheit (intern)
- [x] Liefertreue (extern)

Systematisches Vorgehen:

Gehe alle Hauptprozesse durch und stelle die Verknüpfungen her:

  • Vertriebsprozesse → Kunden, Wettbewerber
  • Beschaffungsprozesse → Lieferanten, Einkauf
  • Produktionsprozesse → Mitarbeitende, Qualität
  • Support-Prozesse → Kunden, IT-Infrastruktur

Ergebnis:

✅ Vollständige Traceability zwischen Kontext und Prozessen

Schritt 7: SWOT-Analysen verknüpfen (optional)

Aktion:

Verknüpfe strategische SWOT-Einschätzungen mit Stakeholdern und Themen.

Vorgehensweise:

  1. SWOT-Modul öffnen
  2. Einschätzung erstellen
  3. Interessierte Partei ODER Thema auswählen
  4. Speichern

Beispiel-Verknüpfungen:

SWOT-EinschätzungTypVerknüpfung
Hohe KundenzufriedenheitStärke→ Stakeholder: Kunden
Abhängigkeit von wenigen LieferantenSchwäche→ Stakeholder: Lieferanten
Neue RegulierungenRisiko→ Thema: Regulierung
Wachsende NachfrageChance→ Thema: Wirtschaftslage

Ergebnis:

✅ Kontext ist mit strategischer Analyse verknüpft

Schritt 8: Review und Dokumentation

Aktion:

Prüfe die Vollständigkeit und erstelle Audit-Dokumentation.

Checkliste:

  • Alle relevanten Stakeholder erfasst (mindestens 8-10)
  • Alle Stakeholder bewertet (Interesse + Einfluss)
  • Interne Themen erfasst (mindestens 5)
  • Externe Themen erfasst (mindestens 5)
  • Verantwortungen zugewiesen (Funktionen)
  • Prozesse verknüpft (mindestens Hauptprozesse)
  • SWOT-Verknüpfungen vorhanden (optional)

Dokumentation für Audit:

Exportiere das Dashboard für Audit-Nachweise:

  1. Dashboard öffnen
  2. Browser-Druckfunktion (Strg/Cmd + P)
  3. Als PDF speichern
  4. Ablage im DMS

Ergebnis:

✅ Kontext ist vollständig dokumentiert und audit-bereit

Regelmässige Pflege des Kontext

Szenario: Quartalsweiser Review

Ausgangssituation:

Der Kontext ist eingerichtet und soll aktuell gehalten werden.

Ziel:

  • Änderungen im Unternehmensumfeld erfassen
  • Bewertungen anpassen
  • Veraltete Einträge entfernen

Quartalsweise Routine

Q1-Review (Januar - März):

Fokus: Neue Themen identifizieren

  1. Workshop mit Führungskräften
  2. Neue externe Themen aus Markt/Wirtschaft erfassen
  3. Neue interne Themen aus Organisation erfassen
  4. Veraltete Themen archivieren/löschen

Q2-Review (April - Juni):

Fokus: Stakeholder-Bewertungen aktualisieren

  1. Interessierte Parteien durchgehen
  2. Bewertungen (Interesse/Einfluss) überprüfen
  3. Neue Stakeholder hinzufügen
  4. Inaktive Stakeholder entfernen

Q3-Review (Juli - September):

Fokus: Verknüpfungen prüfen

  1. Prozess-Verknüpfungen aktualisieren
  2. SWOT-Verknüpfungen prüfen
  3. Verantwortlichkeiten anpassen

Q4-Review (Oktober - Dezember):

Fokus: Jahresabschluss und Planung

  1. Vollständigen Review aller Einträge
  2. Dokumentation für Jahresaudit vorbereiten
  3. Planung für nächstes Jahr

Änderungen protokollieren

Wichtig:

Alle Änderungen werden automatisch im Audit-Log gespeichert.

Zugriff:

Navigation → Kontext → Historie

Nutzen:

  • Nachvollziehbarkeit für Audits
  • Dokumentation von Entwicklungen
  • Basis für Management Review

Vorbereitung auf ISO 9001 Audit

Szenario: Zertifizierungsaudit steht bevor

Ausgangssituation:

Das Zertifizierungsaudit ist in 4 Wochen. Der Auditor wird Kapitel 4 der ISO 9001 prüfen.

Ziel:

  • Vollständigen Kontext nachweisen
  • Audit-Fragen souverän beantworten
  • Dokumentation bereitstellen

Audit-Vorbereitung Checkliste

4 Wochen vor Audit:

  • Vollständigkeit prüfen (Stakeholder, Themen)
  • Bewertungen aktualisieren
  • Verknüpfungen zu Prozessen herstellen
  • Verantwortlichkeiten klären

2 Wochen vor Audit:

  • Dashboard als PDF exportieren
  • Dokumentation im DMS ablegen
  • Management Review durchführen
  • Änderungshistorie sichten

1 Woche vor Audit:

  • Mock-Audit durchführen (interne Prüfung)
  • Audit-Fragen vorbereiten
  • Nachweise für Verknüpfungen bereitstellen

Tag des Audits:

  • Dashboard geöffnet und bereit
  • Dokumentation griffbereit
  • Ansprechpartner informiert

Typische Audit-Fragen und Antworten

Frage 1: “Wie haben Sie die relevanten interessierten Parteien bestimmt?”

Antwort:

“Wir haben in einem Workshop mit der Geschäftsleitung systematisch alle Parteien identifiziert, die Einfluss auf uns haben oder von uns beeinflusst werden. Diese sind im Kontext Dashboard dokumentiert.”

Nachweis zeigen: Dashboard mit Stakeholder-Tabelle

Frage 2: “Wie bewerten Sie die Relevanz der interessierten Parteien?”

Antwort:

“Wir bewerten jede Partei nach zwei Kriterien: Interesse am Unternehmen und Einfluss auf das Unternehmen. Die Kombination ergibt ein Rating, das uns bei der Priorisierung hilft. Rot markierte Parteien haben höchste Priorität.”

Nachweis zeigen: Bewertungs-Matrix, Farbcodierung im Dashboard

Frage 3: “Welche internen und externen Themen haben Sie identifiziert?”

Antwort:

“Wir haben die Themen in zwei Kategorien erfasst: Interne Themen (wie Prozessreife, Ressourcen) und Externe Themen (wie Fachkräftemangel, Regulierungen). Alle sind im Kontext dokumentiert.”

Nachweis zeigen: Themen-Tabellen nach Typ gruppiert

Frage 4: “Wie stellen Sie sicher, dass diese Informationen aktuell bleiben?”

Antwort:

“Wir führen quartalsweise Reviews des Kontext durch. Alle Änderungen werden automatisch im Audit-Log protokolliert. Zudem ist der Kontext Teil unseres jährlichen Management Reviews.”

Nachweis zeigen: Änderungshistorie, Management Review Protokoll

Frage 5: “Wie berücksichtigen Sie diese Themen in Ihren Prozessen?”

Antwort:

“Wir haben alle Hauptprozesse mit den relevanten Stakeholdern und Themen verknüpft. Im Dashboard sehen Sie in der Spalte ‘Benötigte Prozesse’, welche Prozesse welche Stakeholder adressieren.”

Nachweis zeigen: Prozess-Verknüpfungen im Dashboard und in BPMN-Prozessen

Frage 6: “Wer ist für die Pflege des Kontext verantwortlich?”

Antwort:

“Der QM-Beauftragte ist verantwortlich für die Pflege. Für einzelne Stakeholder und Themen sind spezifische Funktionen zugeordnet, die Sie in der Spalte ‘Verantwortung’ sehen.”

Nachweis zeigen: Zugeordnete Funktionen im Dashboard

Audit-Dokumentation

Bereitzustellende Nachweise:

  1. Dashboard-Export (PDF)

    • Vollständige Übersicht
    • Aktuelles Datum sichtbar
  2. Prozess-Verknüpfungen

    • BPMN-Diagramme mit Stakeholder-/Themen-Referenzen
    • Traceability-Matrix
  3. Änderungshistorie

    • Letzter Quartals-Review
    • Bewertungsänderungen dokumentiert
  4. Management Review Protokoll

    • Kontext als Agendapunkt
    • Diskussion und Beschlüsse

Ergebnis:

✅ Audit erfolgreich bestanden, keine Abweichungen zu Kapitel 4

Integration mit anderen ELIZA-Modulen

Szenario: Prozessmanagement mit Kontext

Ausgangssituation:

Du entwickelst neue Prozesse und möchtest diese direkt mit dem Kontext verknüpfen.

Workflow:

Schritt 1: Prozess erstellen

  1. BPMN-Modul öffnen
  2. Neuen Prozess anlegen
  3. BPMN-Diagramm modellieren

Schritt 2: Stakeholder identifizieren

Frage dich:

  • Welche Stakeholder sind von diesem Prozess betroffen?
  • Welche Stakeholder haben Anforderungen an diesen Prozess?

Beispiel: Reklamationsprozess

Betroffene Stakeholder:

  • Kunden (Reklamationseinreicher)
  • Mitarbeitende (Bearbeiter)
  • Lieferanten (bei Lieferantenfehler)
  • Qualitätsmanagement (Auswertung)

Schritt 3: Themen identifizieren

Frage dich:

  • Welche internen/externen Themen adressiert dieser Prozess?

Beispiel: Reklamationsprozess

Adressierte Themen:

  • Kundenzufriedenheit (intern)
  • Qualitätssicherung (intern)
  • Produkthaftung (extern)

Schritt 4: Verknüpfungen herstellen

  1. Prozess bearbeiten
  2. Feld “Interessierte Parteien”: Auswahl
  3. Feld “Themen”: Auswahl
  4. Speichern

Schritt 5: Validierung

  1. Kontext Dashboard öffnen
  2. Prüfe: Prozess erscheint in Spalte “Benötigte Prozesse”
  3. ✅ Verknüpfung erfolgreich

Szenario: SWOT-Analyse mit Kontext

Ausgangssituation:

Du führst eine SWOT-Analyse durch und möchtest diese mit dem Kontext verknüpfen.

Workflow:

Schritt 1: SWOT-Einschätzung erstellen

  1. SWOT-Modul öffnen
  2. Neue Einschätzung anlegen
  3. Art wählen: Stärke, Schwäche, Chance, Risiko

Schritt 2: Kontext-Verknüpfung

Frage dich:

  • Bezieht sich diese Einschätzung auf einen Stakeholder?
  • Oder auf ein internes/externes Thema?

Beispiel: Stärke “Hohe Kundenloyalität”

Art: Stärke
Titel: Hohe Kundenloyalität
Beschreibung: 80% unserer Kunden sind Stammkunden

Verknüpfung: Interessierte Partei → Kunden

Beispiel: Risiko “Neue Datenschutzregulierungen”

Art: Risiko
Titel: Neue Datenschutzregulierungen
Beschreibung: EU plant strengere DSGVO-Anforderungen

Verknüpfung: Thema → Regulierung (extern)

Schritt 3: Validierung

  1. Kontext Dashboard öffnen
  2. Spalte “SWOT-Analyse” prüfen
  3. SWOT-Badge mit Farbe erscheint
  4. ✅ Verknüpfung erfolgreich

Ergebnis:

✅ Strategische Analysen sind mit operativem Kontext verknüpft

Zusammenarbeit im Team

Szenario: Verteilte Verantwortlichkeiten

Ausgangssituation:

Verschiedene Abteilungen sind für unterschiedliche Stakeholder/Themen verantwortlich.

Rollen-Verteilung:

AbteilungVerantwortlich für
QMGesamtkoordination, Behörden, Normen
VertriebKunden, Wettbewerber
EinkaufLieferanten, Partner
HRMitarbeitende, Kultur-Themen
ITTechnologie-Themen, Digitalisierung

Workflow:

Schritt 1: Verantwortlichkeiten zuweisen

  1. QMB erstellt initiale Struktur (Stakeholder, Themen)
  2. Weist Funktionen zu (Feld “Verantwortung”)
  3. Informiert zuständige Abteilungen

Schritt 2: Abteilungen pflegen ihre Bereiche

Jede Abteilung:

  1. Öffnet Dashboard
  2. Filtert nach eigener Funktion (DataTables-Suche)
  3. Pflegt zugewiesene Einträge
  4. Aktualisiert Beschreibungen und Bewertungen

Schritt 3: Regelmässiger Austausch

  • Monatliches Meeting: Änderungen besprechen
  • Quartalsreview: Gemeinsame Prüfung aller Einträge
  • Audit-Log: Transparenz über alle Änderungen

Ergebnis:

✅ Verteilte Pflege mit zentraler Übersicht

Troubleshooting

Problem: Stakeholder hat falsche Farbe

Symptom:

Stakeholder sollte rot sein, wird aber grün angezeigt.

Ursache:

Bewertung (Interesse × Einfluss) ist zu niedrig.

Lösung:

  1. Stakeholder öffnen
  2. Bearbeiten
  3. Interesse und Einfluss prüfen/erhöhen
  4. Speichern
  5. Rating und Farbe werden automatisch neu berechnet

Beispiel:

Vorher:
Interesse: mittel (2) × Einfluss: klein (1) = 2 → Grün

Nachher:
Interesse: gross (3) × Einfluss: gross (3) = 9 → Rot

Problem: Prozess erscheint nicht im Dashboard

Symptom:

Prozess wurde mit Stakeholder verknüpft, erscheint aber nicht in Spalte “Benötigte Prozesse”.

Ursache:

Bidirektionale Verknüpfung ist noch nicht gespeichert.

Lösung:

  1. Prozess öffnen (BPMN-Modul)
  2. Prozess bearbeiten
  3. Feld “Interessierte Parteien”: Stakeholder auswählen
  4. Speichern
  5. Dashboard neu laden (F5)
  6. ✅ Prozess erscheint jetzt

Problem: Historie zeigt keine Einträge

Symptom:

Navigation → Historie ist leer.

Ursache:

Du hast keine Delete-Berechtigung.

Lösung:

Kontaktiere deinen QMB oder Administrator:

  • Berechtigung businesscontext.delete_interestedparty erforderlich
  • Oder: Admin zeigt dir die Historie

Problem: Kann keine neue Partei erstellen

Symptom:

Button “Interessierte Partei” wird nicht angezeigt.

Ursache:

Du hast keine Add-Berechtigung.

Lösung:

Kontaktiere deinen Administrator:

  • Berechtigung businesscontext.add_interestedparty erforderlich
  • Oder: QMB erstellt Partei für dich

Zusammenfassung

Wichtigste Workflows auf einen Blick

Ersteinrichtung:

  1. Themenarten anlegen (Intern/Extern)
  2. Stakeholder erfassen und bewerten
  3. Interne Themen erfassen
  4. Externe Themen erfassen
  5. Prozesse verknüpfen
  6. SWOT-Analysen verknüpfen (optional)

Regelmässige Pflege:

  • Quartalsweise Reviews durchführen
  • Bewertungen aktualisieren
  • Neue Themen/Stakeholder hinzufügen
  • Veraltete Einträge entfernen

Audit-Vorbereitung:

  • Vollständigkeit prüfen
  • Dashboard als PDF exportieren
  • Änderungshistorie sichten
  • Audit-Fragen vorbereiten

Team-Zusammenarbeit:

  • Verantwortlichkeiten zuweisen
  • Verteilte Pflege koordinieren
  • Regelmässiger Austausch
  • Änderungshistorie nutzen

Nächste Schritte

Im nächsten Kapitel lernst du:

  • Best Practices: Bewährte Methoden und Tipps für ein effektives Kontext Management

Tipp: Beginne mit einem Workshop zur Ersteinrichtung. Involviere alle relevanten Führungskräfte, um ein vollständiges Bild zu erhalten. Die Qualität des Kontext hängt stark von der Qualität der initialen Erfassung ab.

workflows anwendungsfälle szenarien iso9001