ISO 9001:2015 Umsetzung mit ELIZA#

🎯 Über ISO 9001#

ISO 9001:2015 ist die internationale Norm für Qualitätsmanagementsysteme (QMS). Sie ist die weltweit am meisten verbreitete Managementsystem-Norm und bildet die Grundlage für viele weitere ISO-Standards wie ISO 14001 (Umwelt), ISO 45001 (Arbeitssicherheit) und ISO 21001 (Bildung).

Kernfokus: Die ISO 9001 verfolgt einen prozessorientierten Ansatz mit dem Ziel, die Kundenzufriedenheit durch ErfĂĽllung von Kundenanforderungen und kontinuierliche Verbesserung zu steigern.

🎯 Ziele dieser Anleitung#

Diese Anleitung zeigt dir, wie du die Anforderungen der ISO 9001:2015 mit ELIZA systematisch umsetzen kannst. Du erfährst:

  • Welche ELIZA-Module fĂĽr welche Norm-Kapitel relevant sind
  • Wie du Schritt-fĂĽr-Schritt ein QMS aufbaust
  • Welche Best Practices sich bewährt haben
  • Wie du die Umsetzung dokumentierst und nachweist
  • Wie du dich auf eine Zertifizierung vorbereitest

📚 Übersicht: ISO 9001 Kapitelstruktur#

Die ISO 9001:2015 folgt der High-Level Structure (HLS) und besteht aus 10 Hauptkapiteln:

KapitelTitelHauptfokus
1-3Einleitung, Anwendungsbereich, BegriffeGrundlagen
4Kontext der OrganisationSWOT, Stakeholder, Prozesslandkarte
5FĂĽhrungQM-Politik, Rollen, Kundenfokus
6PlanungRisiken, Chancen, Qualitätsziele
7UnterstĂĽtzungRessourcen, Kompetenzen, Dokumentation
8BetriebProzesssteuerung, Produkt-/Dienstleistungsentwicklung
9Bewertung der LeistungKPIs, Audits, Management-Review
10VerbesserungNichtkonformitäten, Korrekturmassnahmen, PDCA

🗺️ ELIZA-Module für ISO 9001#

Die folgende Tabelle zeigt, welche ELIZA-Module fĂĽr die Umsetzung der einzelnen Kapitel verwendet werden:

ISO-KapitelHauptmoduleUnterstĂĽtzende Module
4 - KontextSWOT, Standards (Stakeholder), Business ContextProzesse
5 - FĂĽhrungBusiness Context, Teams, Core (Benutzer)DMS, Standards
6 - PlanungOKR, SWOT (Massnahmen), StandardsProzesse, Projects
7 - UnterstĂĽtzungOrganisation, DMS, Core (Benutzer)Resources, Help
8 - BetriebProzesse, DMS, Projects, CRM, ContractsIssues, Checklists
9 - BewertungKPI, Measuring, Projects (Audits)Teams, DMS
10 - VerbesserungIssues, Massnahmen, ProjectsStreams, Teams

đź“‹ Implementierungs-Roadmap#

Phase 1: Grundlagen schaffen (Kapitel 4-5)#

Dauer: 2-4 Wochen

Schritte:

  1. SWOT-Analyse erstellen

    • Modul: SWOT
    • Erfasse Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken
    • Bewerte nach Bedeutung und Dringlichkeit
  2. Stakeholder identifizieren

    • Modul: Standards → Stakeholder
    • Erfasse: Kunden, Lieferanten, Behörden, Mitarbeiter
    • Bewerte Interesse und Einfluss
  3. Mission, Vision, Werte definieren

    • Modul: Business Context
    • Dokumentiere Unternehmenszweck
    • Definiere strategische Ausrichtung
  4. QM-Politik erstellen

    • Modul: DMS
    • Erstelle Dokument “Qualitätspolitik”
    • Lass es von der Geschäftsleitung genehmigen
  5. Rollen und Verantwortlichkeiten festlegen

    • Modul: Core (Benutzer & Gruppen)
    • Definiere QM-Beauftragten
    • Erstelle QM-Steuerungsgruppe im Teams-Modul

Phase 2: Planen (Kapitel 6)#

Dauer: 2-3 Wochen

Schritte:

  1. Risiken und Chancen bewerten

    • Modul: SWOT → Einschätzungen
    • Bewerte jede SWOT-Einschätzung
    • Definiere Schwellenwerte fĂĽr Handlungsbedarf
  2. OKRs/Qualitätsziele festlegen

    • Modul: OKR
    • Definiere 3-5 Objectives pro Quartal/Jahr
    • Jedes Objective mit 3-5 Key Results
  3. Massnahmen planen

    • Modul: SWOT → Massnahmen oder Massnahmen-Modul
    • Leite Massnahmen aus SWOT-Risiken ab
    • Weise Verantwortliche und Fristen zu

Phase 3: Ressourcen bereitstellen (Kapitel 7)#

Dauer: 3-5 Wochen

Schritte:

  1. Personal erfassen und Kompetenzen dokumentieren

    • Modul: Organisation
    • Erfasse alle Mitarbeiter
    • Dokumentiere Qualifikationen und Skills
  2. Infrastruktur dokumentieren

    • Modul: Resources
    • Erfasse Räume, Geräte, IT-Systeme
    • Plane Wartung und Kalibrierung
  3. Dokumentationsstruktur aufbauen

    • Modul: DMS
    • Erstelle Ordnerstruktur fĂĽr QMS-Dokumente
    • Definiere Workflows (Entwurf → Review → GĂĽltig)
  4. Wissensmanagement etablieren

    • Modul: Glossar, Teams (Wiki)
    • Erfasse Fachbegriffe
    • Dokumentiere Best Practices

Phase 4: Betrieb (Kapitel 8)#

Dauer: 6-12 Wochen

Schritte:

  1. Kernprozesse modellieren

    • Modul: Prozesse
    • BPMN 2.0 fĂĽr: Vertrieb, Entwicklung, Produktion, Lieferung
    • VerknĂĽpfe mit Standards-Kapiteln
  2. Produktentwicklung strukturieren

    • Modul: Projects + DMS
    • Projekt fĂĽr jede Produktentwicklung
    • Systematische Entwicklung mit Review-Gates
  3. Lieferanten verwalten

    • Modul: CRM + Contracts
    • Lieferanten erfassen und bewerten
    • Verträge mit Qualitätsanforderungen
  4. Nichtkonformitäten erfassen

    • Modul: Issues
    • Tracker “Nichtkonformitäten QMS”
    • Workflow: Gemeldet → In Bearbeitung → Behoben

Phase 5: Bewerten (Kapitel 9)#

Dauer: 2-3 Wochen Setup, dann laufend

Schritte:

  1. KPIs definieren

    • Modul: KPI
    • Kundenzufriedenheit, Liefertreue, Reklamationsquote
    • Zielwerte und Messfrequenz festlegen
  2. Kundenzufriedenheit messen

    • Externes Tool + Modul: Measuring
    • Kunden regelmässig befragen
    • Ergebnisse erfassen und auswerten
  3. Internes Auditprogramm erstellen

    • Modul: Projects
    • Jahres-Auditplan mit Quartals-Audits
    • Audit-Berichte im DMS dokumentieren
  4. Management-Review durchfĂĽhren

    • Modul: Teams (Meetings)
    • Mindestens jährlich, empfohlen halbjährlich
    • Protokoll im DMS, Massnahmen im Massnahmen-Modul

Phase 6: Verbessern (Kapitel 10)#

Dauer: Kontinuierlich

Schritte:

  1. Verbesserungsvorschläge sammeln

    • Modul: Issues
    • Tracker “Verbesserungsvorschläge”
    • Workflow: Eingereicht → Bewertung → Umgesetzt
  2. Nichtkonformitäten systematisch behandeln

    • Modul: Issues + Massnahmen
    • Ursachenanalyse (5-Why, Ishikawa)
    • Korrektur- und Präventivmassnahmen
  3. PDCA-Zyklus etablieren

    • Modul: Projects
    • 4 Phasen: Plan → Do → Check → Act
    • Pilotierung vor Rollout
  4. Verbesserungskultur fördern

    • Modul: Streams + Teams
    • Success Stories kommunizieren
    • Lessons Learned dokumentieren

🎯 Detaillierte Umsetzungsschritte#

Kapitel 4: Kontext der Organisation#

Schritt 1: SWOT-Analyse erstellen#

Modul: SWOT

  1. Navigiere zu SWOT → Neue Einschätzung
  2. Erstelle eine SWOT-Analyse: “QMS Kontextanalyse 2025”
  3. Erfasse Stärken:
    • Hohe Produktqualität
    • Erfahrene Mitarbeiter
    • Moderne Fertigungsanlagen
    • Guter Ruf bei Kunden
  4. Erfasse Schwächen:
    • Lange Durchlaufzeiten
    • Begrenzte Produktionskapazität
    • Fehlende Prozessdokumentation
    • Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten
  5. Erfasse Chancen:
    • Neue Märkte im Ausland
    • Digitalisierung der Produktion (Industrie 4.0)
    • Kooperationen mit Hochschulen
    • Nachhaltigkeitstrends
  6. Erfasse Risiken:
    • Fachkräftemangel
    • Rohstoffpreissteigerungen
    • Neue Konkurrenten aus Asien
    • Verschärfte gesetzliche Anforderungen
  7. Bewerte jede Einschätzung nach Bedeutung und Dringlichkeit

Ergebnis: Vollständige Kontextanalyse als Basis für strategische Planung

Schritt 2: Stakeholder erfassen#

Modul: Standards → Stakeholder

  1. Navigiere zu Standards → Interessierte Parteien → Neu
  2. Erfasse alle relevanten Stakeholder:
StakeholderInteresseEinflussRating
Kundengross (3)gross (3)9 (sehr hoch)
Mitarbeitergross (3)mittel (2)6 (hoch)
Lieferantenmittel (2)mittel (2)4 (mittel)
Behördenklein (1)gross (3)3 (mittel)
EigentĂĽmer/Investorengross (3)gross (3)9 (sehr hoch)
Konkurrenzklein (1)mittel (2)2 (niedrig)
  1. Dokumentiere Anforderungen jedes Stakeholders im Beschreibungsfeld:
    • Kunden: Qualität, Liefertreue, Preis, Service
    • Mitarbeiter: Sichere Arbeitsplätze, faire Bezahlung, Entwicklungsmöglichkeiten
    • Lieferanten: Verlässliche Abnahme, pĂĽnktliche Zahlung
    • Behörden: Einhaltung gesetzlicher Vorgaben
  2. Verknüpfe mit relevanten SWOT-Einschätzungen

Ergebnis: Vollständige Stakeholder-Map mit Bewertung

Schritt 3: Business Context definieren#

Modul: Business Context

  1. Navigiere zu Business Context → Unternehmensprofil
  2. Definiere Mission: “Wir liefern innovative Lösungen fĂĽr…”
  3. Definiere Vision: “MarktfĂĽhrer in [Branche] bis 2030”
  4. Definiere Werte: Qualität, Kundenorientierung, Innovation, Nachhaltigkeit
  5. Erfasse Strategische Ziele für die nächsten 1-3 Jahre:
    • Umsatzsteigerung um 15%
    • Expansion in neue Märkte
    • Reduktion Reklamationsquote auf < 2%
    • Verbesserung Mitarbeiterzufriedenheit

Ergebnis: Dokumentierter strategischer Kontext

Schritt 4: Anwendungsbereich festlegen#

Modul: Standards

  1. Navigiere zu Standards → ISO 9001 → Bearbeiten
  2. Im Feld “Beschreibung” dokumentiere:
    • Standorte: Hauptwerk ZĂĽrich, Zweigwerk Winterthur
    • Produkte/Dienstleistungen: Entwicklung und Produktion von [Produktgruppen]
    • Ausgeschlossene Prozesse: Design und Entwicklung (falls nicht anwendbar)
    • BegrĂĽndung fĂĽr AusschlĂĽsse: Keine eigene Produktentwicklung, nur Auftragsproduktion
  3. Setze “GĂĽltig ab” auf das Datum der QMS-EinfĂĽhrung

Ergebnis: Klarer Anwendungsbereich des QMS

Schritt 5: Prozesslandkarte erstellen#

Modul: Prozesse

  1. Navigiere zu Prozesse → Neue Prozessgruppe
  2. Erstelle Hauptprozessgruppen:
    • Managementprozesse (Strategieentwicklung, Management-Review, QM-Planung)
    • Kernprozesse (Vertrieb, Entwicklung, Beschaffung, Produktion, Lieferung)
    • UnterstĂĽtzungsprozesse (HR, IT, Infrastruktur, Finanzen, QM)
  3. FĂĽr jeden Kernprozess erstelle ein BPMN 2.0 Diagramm:
    • Vertriebsprozess: Von Anfrage bis Auftragserteilung
    • Beschaffungsprozess: Von Bedarfsermittlung bis Wareneingang
    • Produktionsprozess: Von Auftragsfreigabe bis Fertigstellung
    • Lieferprozess: Von Versandvorbereitung bis Kundenauslieferung
  4. VerknĂĽpfe Prozesse untereinander (Wechselwirkungen)
  5. Verknüpfe Prozesse mit Standards-Kapiteln (z.B. Produktionsprozess → Kapitel 8.5)

Ergebnis: Vollständige Prozesslandkarte mit visualisierten Geschäftsprozessen


Kapitel 5: FĂĽhrung#

Schritt 1: Qualitätspolitik erstellen#

Modul: DMS

  1. Navigiere zu DMS → Neues Dokument
  2. Erstelle ein Dokument mit dem Titel “Qualitätspolitik [Firmenname]”
  3. Verwende folgende Struktur:
    1. Zweck und Geltungsbereich
    2. Engagement fĂĽr Kundenzufriedenheit
    3. Verpflichtung zur ErfĂĽllung von Anforderungen
    4. Kontinuierliche Verbesserung des QMS
    5. Bereitstellung von Ressourcen
    6. Qualitätsgrundsätze
    7. Inkrafttreten und GĂĽltigkeit
  4. Lasse die Qualitätspolitik von der Geschäftsleitung genehmigen (DMS-Workflow)
  5. Setze Status auf “GĂĽltig” nach Genehmigung
  6. Verknüpfe das Dokument mit Standards → ISO 9001 → Kapitel 5.2
  7. Publiziere die Qualitätspolitik:
    • Im DMS als öffentlich zugängliches Dokument markieren
    • Auf der Website veröffentlichen
    • An alle Mitarbeiter kommunizieren
    • An relevanten Arbeitsplätzen aushängen

Ergebnis: Genehmigte und kommunizierte Qualitätspolitik

Schritt 2: Organisationsstruktur definieren#

Modul: Organisation

  1. Navigiere zu Organisation → Organisationseinheiten
  2. Erstelle die Organisationsstruktur:
    • Geschäftsleitung (oberste Leitung)
    • Qualitätsmanagement (QM-Beauftragter)
    • Bereiche (Vertrieb, Entwicklung, Produktion, Logistik)
    • Support-Bereiche (HR, IT, Finanzen)
  3. Definiere fĂĽr jede Orgeinheit:
    • Leitung
    • Mitglieder
    • Verantwortlichkeiten
    • Befugnisse
    • QM-relevante Aufgaben

Ergebnis: Vollständiges Organigramm mit klaren Verantwortlichkeiten

Schritt 3: QM-Beauftragten ernennen#

Modul: Organisation

  1. Navigiere zu Organisation → Mitarbeitende → [Name]
  2. Erstelle oder bearbeite den Mitarbeiter, der QM-Beauftragter wird
  3. FĂĽge eine Funktion hinzu: “Qualitätsmanagement-Beauftragter ISO 9001”
  4. Dokumentiere im Feld “Beschreibung” die Verantwortlichkeiten:
    • Sicherstellen der Konformität mit ISO 9001
    • Ăśberwachen der QMS-Leistung
    • Berichten an die Geschäftsleitung
    • Förderung der Kundenorientierung
    • Koordination interner Audits
    • Ansprechpartner fĂĽr externe Auditoren
  5. Weise entsprechende Berechtigungen zu (Standards-Modul, Audit-Zugriff)

Ergebnis: Ernannter und dokumentierter QM-Beauftragter

Schritt 4: Kundenfokus sicherstellen#

Modul: CRM + KPI

  1. Kundenanforderungen dokumentieren:

    • Navigiere zu CRM → Kunden → [Kunde] → Bearbeiten
    • Erfasse spezifische Kundenanforderungen:
      • Qualitätsvorgaben
      • Lieferzeiten
      • Verpackungsvorschriften
      • Dokumentationsanforderungen
    • VerknĂĽpfe mit Verträgen und Aufträgen
  2. Kundenzufriedenheit messen:

    • Navigiere zu KPI → Neue Kennzahl
    • Erstelle KPI “Kundenzufriedenheit”:
      • Einheit: Index (1-10)
      • Zielwert: ≥ 8.0
      • Messfrequenz: Quartalsweise
      • Datenquelle: Kundenbefragung
    • Erstelle weitere Kunden-KPIs:
      • Liefertreue (Ziel: ≥ 95%)
      • Reklamationsquote (Ziel: < 2%)
      • Kundenbindungsrate (Ziel: ≥ 90%)
  3. Kundenfeedback-Prozess:

    • Navigiere zu Prozesse → Neuer Prozess
    • Erstelle BPMN-Prozess “Kundenfeedback-Management”:
      Feedback erhalten → Erfassen (CRM) → Bewerten →
      Massnahmen definieren → Umsetzen → Kunde informieren

Ergebnis: Systematischer Kundenfokus mit Messung und Prozessen

Schritt 5: QMS-Gremien einrichten#

Modul: Teams

  1. Navigiere zu Teams → Neues Team
  2. Erstelle folgende Teams:
    • QM-Steuerungsgruppe:
      • Mitglieder: Geschäftsleitung, QM-Beauftragter, Bereichsleitungen
      • Aufgabe: Strategische QMS-Entscheidungen, Management-Reviews
    • QM-Arbeitsgruppe:
      • Mitglieder: QM-Beauftragter, Prozessverantwortliche
      • Aufgabe: Operative Umsetzung, Dokumentation, Prozessverbesserung
    • Interne Auditoren:
      • Mitglieder: Geschulte Auditoren aus verschiedenen Bereichen
      • Aufgabe: DurchfĂĽhrung interner Audits
  3. Plane regelmässige Sitzungen im Teams-Kalender:
    • QM-Steuerungsgruppe: Quartalsweise
    • QM-Arbeitsgruppe: Monatlich
    • Auditorenteam: Bei Bedarf

Ergebnis: Etablierte QMS-Gremien mit klaren Aufgaben


Kapitel 6: Planung#

Schritt 1: Risikoregister erstellen#

Modul: SWOT + Standards

  1. Navigiere zu SWOT → Einschätzungen → Neu

  2. Erstelle für jedes identifizierte Risiko eine Einschätzung:

    Beispiel: Rohstoffpreissteigerung

    • Titel: “Risiko: Starke Rohstoffpreissteigerung”
    • Typ: Risiko
    • Bereich: Beschaffung
    • Eintrittswahrscheinlichkeit: Hoch (7 von 10)
    • Auswirkung: Hoch (8 von 10)
    • Bewertung: 56 (sehr hoch)
    • Beschreibung: “Volatile Rohstoffmärkte fĂĽhren zu starken Preisschwankungen”
  3. Verknüpfe Risiken mit Standards → ISO 9001 → Kapitel 6.1

  4. Erfasse auch Chancen als positive Einschätzungen:

    • Digitalisierung der Produktion
    • Expansion in neue Märkte
    • Nachhaltigkeits-Trends als Differenzierungsmerkmal
    • Automatisierungspotenziale

Ergebnis: Vollständiges Risikoregister mit Bewertung

Schritt 2: Massnahmen zur Risikominderung definieren#

Modul: Massnahmen (verknĂĽpft mit SWOT)

  1. FĂĽr jedes Risiko im SWOT-Modul:

    • Klicke auf “Massnahme hinzufĂĽgen”
    • Definiere konkrete Gegenmassnahmen

    Beispiel fĂĽr Rohstoffpreissteigerung:

    • Massnahme 1: “Langfristige Lieferverträge abschliessen”

      • Verantwortlich: Einkaufsleitung
      • Frist: 31.12.2025
      • Status: Geplant
    • Massnahme 2: “Alternative Lieferanten qualifizieren”

      • Verantwortlich: QM-Beauftragter
      • Frist: 30.06.2025
      • Status: In Umsetzung
    • Massnahme 3: “Materialeffizienz-Projekt starten”

      • Verantwortlich: Produktionsleitung
      • Frist: 31.03.2026
      • Status: Geplant
  2. Überwache Umsetzung im Massnahmen-Modul → Übersicht

Ergebnis: Definierte und ĂĽberwachte Risikominderungsmassnahmen

Schritt 3: Qualitätsziele mit OKRs definieren#

Modul: OKR (Kompass)

  1. Navigiere zu Kompass → Neues Objective

  2. Definiere Objectives (qualitative Ziele) für das Geschäftsjahr:

    Objective 1: Kundenzufriedenheit steigern

    • Beschreibung: “Unsere Kunden sind begeistert von unseren Produkten und Services”
    • Zeitraum: 2025
    • Verantwortlich: Geschäftsleitung

    Key Results (quantitative Messgrössen):

    • KR1: Kundenzufriedenheit ≥ 8.5/10 (aktuell: 7.8)
    • KR2: Reklamationsquote < 2% (aktuell: 3.5%)
    • KR3: Liefertreue ≥ 95% (aktuell: 92%)

    Objective 2: Prozesseffizienz verbessern

    • Key Results:
    • KR1: Durchlaufzeit -20% (von 10 auf 8 Tage)
    • KR2: Ausschussquote < 1% (aktuell: 1.8%)
    • KR3: Produktivität +15%

    Objective 3: Mitarbeiterengagement erhöhen

    • Key Results:
    • KR1: Mitarbeiterzufriedenheit ≥ 8.0/10
    • KR2: Fluktuationsrate < 5%
    • KR3: 100% Mitarbeiter geschult in QMS
  3. Weise jedem Key Result einen Owner zu

  4. Definiere Check-in Intervalle (z.B. monatlich)

  5. Verknüpfe OKRs mit Standards → Kapitel 6.2

Ergebnis: Messbare, zeitgebundene Qualitätsziele (OKRs)

Schritt 4: Aktionspläne für Ziele erstellen#

Modul: Projects + Massnahmen

  1. FĂĽr jedes Key Result erstelle konkrete Aktionen:
    • Navigiere zu Projects → Neues Projekt
    • Beispiel fĂĽr “Reklamationsquote < 2%”:
      • Projekt: “Qualitätsoffensive Produktion”
      • Projektleiter: QM-Beauftragter
      • Meilensteine:
        1. Analyse Hauptfehlerursachen (bis 28.02.2025)
        2. Schulung Mitarbeiter (bis 31.03.2025)
        3. Prozessoptimierung (bis 30.04.2025)
        4. WirksamkeitsprĂĽfung (bis 31.05.2025)
      • VerknĂĽpfung: OKR “Kundenzufriedenheit” KR2

Ergebnis: Konkrete Aktionspläne zur Zielerreichung


Kapitel 7: UnterstĂĽtzung#

Schritt 1: Personalressourcen erfassen#

Modul: Organisation

  1. Mitarbeiter erfassen:

    • Navigiere zu Organisation → Mitarbeitende → Neu
    • Erfasse alle Mitarbeiter mit:
      • Personalien und Kontaktdaten
      • Qualifikationen (Ausbildung, AbschlĂĽsse, Zertifikate)
      • Fachkompetenzen und Tätigkeitsbereiche
      • Beschäftigungsgrad
    • Lade Qualifikationsnachweise hoch (Diplome, Zertifikate)
  2. Kompetenzprofile definieren:

    • Navigiere zu Organisation → Kompetenzen
    • Erstelle Kompetenzprofile fĂĽr jede Rolle:
      • Produktionsmitarbeiter
      • QualitätsprĂĽfer
      • MaschinenfĂĽhrer
      • Prozessverantwortliche
    • Definiere erforderliche Kompetenzen:
      • Fachkompetenzen
      • QM-Kenntnisse
      • Spezielle Berechtigungen (z.B. Schweissen, PrĂĽfen)
  3. Schulungsplanung:

    • Navigiere zu Organisation → Schulungen oder Timetracker → Weiterbildungen
    • Plane jährliche Schulungen:
      • QMS-Grundlagen fĂĽr alle Mitarbeiter
      • Fachschulungen
      • Interne Auditorenausbildung
    • Erfasse Schulungsnachweise nach DurchfĂĽhrung
    • Bewerte Wirksamkeit der Schulung

Ergebnis: Vollständige Personaldokumentation mit Kompetenznachweisen

Schritt 2: Infrastruktur verwalten#

Modul: Resources

  1. Produktionsanlagen erfassen:

    • Navigiere zu Resources → Ressourcen → Neu
    • Erfasse alle Produktionsanlagen:
      • Maschinen (Typ, Baujahr, Hersteller)
      • PrĂĽfmittel (Messgeräte, Waagen, etc.)
      • IT-Systeme (ERP, MES, CAD)
      • Gebäude und Räumlichkeiten
    • Dokumentiere fĂĽr jede Ressource:
      • Wartungsintervalle
      • Kalibrierungsfristen (fĂĽr PrĂĽfmittel)
      • Verantwortliche Person
      • Instandhaltungshistorie
  2. Wartungs- und Kalibrierplan:

    • Erstelle Checklisten fĂĽr Wartungsarbeiten
    • Plane regelmässige PrĂĽfmittelkalibrierung
    • Dokumentiere Kalibrierzertifikate im DMS
  3. Arbeitsumgebung:

    • Dokumentiere Umgebungsbedingungen:
      • Temperatur und Luftfeuchtigkeit (falls relevant)
      • Reinraumklassen
      • ESD-Schutzzonen
      • Sicherheitsvorschriften

Ergebnis: Vollständiges Infrastruktur-Inventar mit Wartungsplanung

Schritt 3: Dokumentenlenkung einrichten#

Modul: DMS

  1. Ordnerstruktur erstellen:

    • Navigiere zu DMS → Neuer Ordner
    • Erstelle Hauptordner:
      • QMS-Dokumente/
        • Qualitätspolitik und QM-Handbuch
        • Prozessbeschreibungen
        • Arbeitsanweisungen
        • Formblätter
      • Technische Dokumente/
        • Konstruktionszeichnungen
        • Spezifikationen
        • PrĂĽfpläne
      • Qualitätsaufzeichnungen/
        • PrĂĽfprotokolle
        • Audit-Berichte
        • Kalibrierzertifikate
      • Externe Dokumente/
        • Normen und Vorschriften
        • Lieferantendokumente
  2. Dokumenten-Workflows:

    • Definiere Genehmigungsprozesse:
      • Arbeitsanweisung: Entwurf → FachbereichsprĂĽfung → QM-Freigabe → GĂĽltig
      • Technische Dokumente: Entwurf → 4-Augen-Prinzip → Freigegeben
      • Formblätter: Entwurf → QM-Beauftragter → GĂĽltig
  3. Versionskontrolle:

    • Aktiviere automatische Versionierung
    • Dokumentiere Ă„nderungshistorie
    • Archiviere veraltete Versionen automatisch
  4. Zugriffsrechte:

    • Definiere rollenbasierte Zugriffsrechte
    • QMS-Dokumente: Alle lesen, QM-Team schreiben
    • Technische Dokumente: Konstruktion schreiben, Produktion lesen
    • Qualitätsaufzeichnungen: QM und Betroffene

Ergebnis: Strukturierte, gelenkte Dokumentenverwaltung

Schritt 4: Wissensmanagement etablieren#

Modul: Glossar + Teams (Wiki) + DMS

  1. Fachbegriffe dokumentieren:

    • Navigiere zu Glossar → Neuer Eintrag
    • Erfasse alle QM-relevanten Begriffe:
      • Fachterminologie
      • AbkĂĽrzungen
      • Normbegriffe
    • VerknĂĽpfe mit relevanten Dokumenten
  2. Best Practices dokumentieren:

    • Navigiere zu Teams → Wiki
    • Erstelle Wiki-Seiten:
      • “Lessons Learned aus Reklamationen”
      • “Best Practices QualitätsprĂĽfung”
      • “Tipps fĂĽr effiziente Prozesse”
  3. Know-how sichern:

    • Dokumentiere kritisches Wissen im DMS
    • Erstelle Checklisten fĂĽr wiederkehrende Tätigkeiten
    • FĂĽhre Wissenstransfer bei Personalwechsel durch

Ergebnis: Systematisches Wissensmanagement


Kapitel 8: Betrieb#

Schritt 1: Kernprozesse detailliert modellieren#

Modul: Prozesse

  1. Vertriebsprozess:

    • Navigiere zu Prozesse → Neuer Prozess → “Vertrieb”
    • BPMN 2.0 Prozess modellieren:
      Kundenanfrage → Angebotserstellung → Angebotsprüfung →
      Verhandlung → Auftragserteilung → Auftragserfassung
    • Definiere fĂĽr jeden Schritt:
      • Verantwortliche Rolle
      • Erforderliche Dokumente (z.B. Lastenheft, Angebot)
      • Qualitätskriterien
    • VerknĂĽpfung: Standards → Kapitel 8.2
  2. Beschaffungsprozess:

    • BPMN-Prozess “Beschaffung”
    • Schritte: Bedarfsermittlung → Lieferantenauswahl → Bestellung → Wareneingang → WareneingangsprĂĽfung → Freigabe/Sperrung
    • Definiere Lieferantenauswahl-Kriterien (Qualität, Preis, Liefertreue)
    • VerknĂĽpfung: Standards → Kapitel 8.4
  3. Produktionsprozess:

    • BPMN-Prozess “Produktion”
    • Schritte: Produktionsfreigabe → Materialbereitstellung → Fertigung → Zwischen prĂĽfung → Endkontrolle → Freigabe
    • Definiere PrĂĽfpunkte und Freigabekriterien
    • VerknĂĽpfung: Standards → Kapitel 8.5

Ergebnis: Vollständig dokumentierte Kernprozesse

Schritt 2: Produktentwicklung strukturieren (falls anwendbar)#

Modul: Projects + DMS

  1. Entwicklungsprojekt erstellen:

    • Navigiere zu Projects → Neues Projekt → “Produktentwicklung [Name]”
    • Projektphasen (Stage-Gate-Modell):
      1. Konzeptphase (Idee, Machbarkeit)
      2. Entwicklung (Design, Prototyp)
      3. Validierung (Tests, PrĂĽfungen)
      4. Produktion (Anlauf, Freigabe)
    • Definiere Review-Gates nach jeder Phase
    • VerknĂĽpfung: Standards → Kapitel 8.3
  2. Design-Review-Meetings:

    • Navigiere zu Teams → Entwicklungsteam → Neues Meeting
    • Plane Reviews nach jeder Phase:
      • Konzept-Review
      • Design-Review
      • Validierungs-Review
      • Produktionsfreigabe-Review
    • Protokolliere Entscheidungen und offene Punkte
  3. Konstruktionsdokumente im DMS:

    • Erstelle Ordner pro Projekt
    • Dokumentiere:
      • Lastenheft / Pflichtenheft
      • Konstruktionszeichnungen
      • StĂĽcklisten
      • Risikoanalysen (FMEA)
      • PrĂĽfpläne
      • Validierungsberichte

Ergebnis: Systematische Produktentwicklung mit Design Control

Schritt 3: Lieferanten verwalten und bewerten#

Modul: CRM + Contracts + Measuring

  1. Lieferanten erfassen:

    • Navigiere zu CRM → Kontakte → Neu → Typ: Lieferant
    • Erfasse:
      • Firmendaten
      • Lieferumfang (Materialien, Dienstleistungen)
      • Qualifikationen und Zertifikate
      • Ansprechpartner
  2. Lieferverträge:

    • Navigiere zu Contracts → Neuer Vertrag
    • Erstelle Rahmenverträge mit:
      • Qualitätsvereinbarungen
      • Lieferkonditionen
      • PrĂĽfanforderungen
      • Reklamationsabwicklung
  3. Lieferantenbewertung:

    • Navigiere zu Measuring → Neue Messung
    • Bewerte Lieferanten quartalsweise nach:
      • Qualität (Fehlerquote, Reklamationen)
      • Liefertreue (Termintreue, Vollständigkeit)
      • Service (Reaktionszeit, Kulanz)
    • Berechne Gesamtbewertung (z.B. 70% Qualität, 20% Liefertreue, 10% Service)
    • Klassifiziere Lieferanten:
      • A-Lieferant: ≥ 90 Punkte (bevorzugt)
      • B-Lieferant: 70-89 Punkte (akzeptabel)
      • C-Lieferant: < 70 Punkte (Entwicklungsbedarf)
  4. Lieferanten-Audits:

    • FĂĽhre jährliche Audits bei A-Lieferanten durch
    • Dokumentiere Audit-Berichte im DMS
    • Verfolge Massnahmen im Massnahmen-Modul

Ergebnis: Qualifizierte und ĂĽberwachte Lieferanten

Schritt 4: PrĂĽfungen und Freigaben#

Modul: Checklists + Issues

  1. Prüfpläne erstellen:

    • Navigiere zu Checklists → Neue Checkliste
    • Erstelle PrĂĽfpläne fĂĽr:
      • WareneingangsprĂĽfung
      • ZwischenprĂĽfungen in der Produktion
      • EndprĂĽfung
    • Definiere fĂĽr jede PrĂĽfung:
      • PrĂĽfmerkmale
      • Sollwerte und Toleranzen
      • PrĂĽfmittel
      • PrĂĽfhäufigkeit
      • Dokumentation
  2. PrĂĽfprotokollierung:

    • Erfasse PrĂĽfergebnisse in Checklisten
    • Dokumentiere Abweichungen im Issues-Modul
    • VerknĂĽpfe mit Produktionsaufträgen
  3. Freigabeprozess:

    • Definiere Freigabekriterien
    • Nur freigegebenes Material darf weiterverarbeitet/ausgeliefert werden
    • Kennzeichne gesperrtes Material (Sperrlager)

Ergebnis: Systematische PrĂĽfung und Freigabe

Schritt 5: Nichtkonformitäten verwalten#

Modul: Issues

  1. Tracker für Nichtkonformitäten:

    • Navigiere zu Issues → Neuer Tracker → “Nichtkonformitäten QMS”
    • Felder definieren:
      • Art (Material, Prozess, Produkt, Dokumentation)
      • Schweregrad (kritisch, hoch, mittel, gering)
      • Fundort (Wareneingang, Produktion, Kunde)
      • Beschreibung und Foto
      • Sofortmassnahme
      • Kosten
    • Workflow: Gemeldet → Bewertung → Sortierung → Bearbeitung → Abgeschlossen
  2. Sortierentscheid:

    • Definiere Sortieroptionen:
      • Nacharbeit möglich → zur Nacharbeit
      • Verwendung mit Konzession → Kunde fragen
      • Ausschuss → verschrotten
      • RĂĽcksendung → an Lieferant zurĂĽck
  3. Meldeprozess:

    • Erstelle Hilfeseite “Wie melde ich eine Nichtkonformität?”
    • Stelle Formular bereit (DMS oder Issues-Webformular)
    • Ermutige proaktive Meldung ohne Schuldzuweisung

Ergebnis: Systematische Erfassung und Behebung von Nichtkonformitäten


Kapitel 9: Bewertung der Leistung#

Schritt 1: Qualitäts-KPIs definieren#

Modul: KPI

  1. Kundenbezogene KPIs:

    • Kundenzufriedenheit: Ziel ≥ 8.0/10
    • Liefertreue: Ziel ≥ 95%
    • Reklamationsquote: Ziel < 2%
    • First-Pass-Yield (Erstgutrate): Ziel ≥ 98%
  2. Prozess-KPIs:

    • Durchlaufzeit: Ziel ≤ 10 Tage
    • Ausschussquote: Ziel < 1%
    • Nacharbeitsquote: Ziel < 3%
    • OEE (Overall Equipment Effectiveness): Ziel ≥ 85%
  3. Lieferanten-KPIs:

    • Lieferantenbewertung: Ziel ≥ 85 Punkte
    • Wareneingangsreklamationen: Ziel < 1%
  4. Audit-KPIs:

    • Umsetzungsquote Audit-Massnahmen: Ziel 100%
    • Audit-Nichtkonformitäten: Ziel < 5 pro Audit

FĂĽr jeden KPI definiere:

  • Name und Beschreibung
  • Einheit und Berechnungsmethode
  • Zielwert und Toleranz
  • Messfrequenz
  • Datenquelle
  • Verantwortliche Person

Ergebnis: Vollständiges KPI-Set für QMS

Schritt 2: Kundenzufriedenheit messen#

Modul: Externes Umfrage-Tool + Measuring

  1. Kundenbefragung:

    • Tool: SurveyMonkey, LimeSurvey, oder eigenes Tool
    • DurchfĂĽhrung: Halbjährlich oder nach Projektabschluss
    • Fragen zu:
      • Produktqualität
      • Liefertreue
      • Service und Support
      • Preis-Leistungsverhältnis
      • Gesamtzufriedenheit
      • Weiterempfehlung (NPS)
    • Ergebnisse im Measuring-Modul erfassen
  2. Reklamationsauswertung:

    • Analysiere Reklamationen im Issues-Modul
    • Erstelle Auswertungen:
      • Reklamationsquote nach Kunde
      • Hauptfehlerursachen (Pareto-Analyse)
      • Reklamationskosten
    • Leite Verbesserungsmassnahmen ab
  3. Kundengespräche:

    • FĂĽhre regelmässige Kundengespräche
    • Dokumentiere Feedback im CRM
    • Erfasse Verbesserungspotenziale

Ergebnis: Systematische Messung der Kundenzufriedenheit

Schritt 3: Internes Auditprogramm#

Modul: Projects

  1. Jahres-Auditplan erstellen:

    • Navigiere zu Projects → Neues Projekt → “Interne Audits 2025”
    • Plane Audits fĂĽr alle Bereiche:
      • Q1: Vertrieb und Auftragsabwicklung
      • Q2: Beschaffung und Lager
      • Q3: Produktion und Qualitätssicherung
      • Q4: Management und UnterstĂĽtzungsprozesse
    • Definiere Audit-Team (geschulte interne Auditoren)
    • BerĂĽcksichtige:
      • Bedeutung der Prozesse
      • Ergebnisse vorheriger Audits
      • Ă„nderungen im Bereich
  2. Audit durchfĂĽhren:

    • Audit-Vorbereitung:

      • Erstelle Audit-Checkliste aus Standards-Kapiteln
      • Informiere zu auditierenden Bereich
      • Plane Termin und Ressourcen
    • Audit-DurchfĂĽhrung:

      • Eröffnungsgespräch
      • Interviews mit Mitarbeitern
      • DokumentenprĂĽfung
      • Beobachtungen vor Ort
      • Abschlussgespräch
    • Audit-Nachbereitung:

      • Audit-Bericht im DMS dokumentieren
      • Nichtkonformitäten im Issues-Modul erfassen
      • Verbesserungspotenziale dokumentieren
  3. Audit-Nachverfolgung:

    • Korrekturmassnahmen im Massnahmen-Modul definieren
    • Frist setzen und Verantwortliche zuweisen
    • Wirksamkeit bei nächstem Audit ĂĽberprĂĽfen
    • Trend-Analyse: Sind Nichtkonformitäten rĂĽckläufig?

Ergebnis: Systematisches internes Audit-Programm

Schritt 4: Management-Review#

Modul: Teams + DMS

  1. Management-Review planen:

    • Navigiere zu Teams → QM-Steuerungsgruppe → Neues Meeting
    • Frequenz: Mindestens 1x jährlich (empfohlen: halbjährlich)
    • Teilnehmer: Geschäftsleitung, QM-Beauftragter, Bereichsleitungen
    • Termin: Zu Jahresbeginn fĂĽr RĂĽckblick auf vergangenes Jahr
  2. Review-Agenda (gemäss ISO 9001 Kapitel 9.3):

    EINGABEN (Inputs):
    1. Status von Massnahmen aus vorherigen Reviews
    2. Änderungen externer/interner Themen (SWOT)
    3. KPI-Entwicklung und Zielerreichung
    4. Kundenzufriedenheit und Kundenfeedback
    5. Prozessleistung und Produktkonformität
    6. Nichtkonformitäten und Korrekturmassnahmen
    7. Audit-Ergebnisse (intern und extern)
    8. Lieferantenleistung
    9. Angemessenheit der Ressourcen
    10. Wirksamkeit von Massnahmen fĂĽr Risiken/Chancen
    11. Verbesserungsmöglichkeiten
    
    ERGEBNISSE (Outputs):
    1. Verbesserungsmöglichkeiten für QMS
    2. Änderungen am QMS
    3. Ressourcenbedarf
  3. Review durchfĂĽhren:

    • Bereite Dashboard mit KPI-Ăśbersicht vor
    • Präsentiere Audit-Ergebnisse
    • Diskutiere kritische Themen
    • Treffe Entscheidungen zu:
      • Massnahmen fĂĽr Verbesserungen
      • Ressourcen-Bereitstellung
      • Ă„nderungen an QMS-Prozessen
  4. Protokoll und Follow-up:

    • Protokoll im DMS dokumentieren
    • Beschlossene Massnahmen im Massnahmen-Modul erfassen
    • Verantwortliche zuweisen und Fristen setzen
    • Kommunikation der Ergebnisse an Organisation
    • Follow-up: Status der Massnahmen ĂĽberwachen

Ergebnis: Regelmässige Management-Überprüfung des QMS mit klaren Massnahmen


Kapitel 10: Verbesserung#

Schritt 1: Verbesserungsvorschläge sammeln#

Modul: Issues

  1. Tracker für Verbesserungsvorschläge:

    • Navigiere zu Issues → Neuer Tracker → “Verbesserungsvorschläge”
    • Felder:
      • Titel der Idee
      • Beschreibung
      • Bereich (Prozess, Produkt, Qualität, Effizienz)
      • Erwarteter Nutzen (Qualität, Kosten, Zeit)
      • Geschätzter Aufwand (gering, mittel, hoch)
      • Priorität
    • Workflow: Eingereicht → Bewertung → Genehmigt/Abgelehnt → Umgesetzt → Abgeschlossen
  2. Ideenmanagement fördern:

    • Kommuniziere Verbesserungsportal an alle Mitarbeiter
    • Regelmässige “KVP-Workshops” (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess)
    • Anerkennung umgesetzter Ideen:
      • Streams-Beitrag mit Danksagung
      • Prämierung der besten Idee pro Quartal
      • “Verbesser des Monats” Award
  3. Strukturierte Bewertung:

    • Bewerte eingereichte Ideen nach:
      • Nutzen fĂĽr Qualität/Kunde
      • Kosten-Nutzen-Verhältnis
      • Umsetzbarkeit
      • Dringlichkeit
    • Priorisiere nach Bewertung

Ergebnis: Aktive Beteiligung aller an kontinuierlicher Verbesserung

Schritt 2: Nichtkonformitäten systematisch behandeln#

Modul: Issues + Massnahmen

  1. 8D-Methode anwenden:

    Für jede kritische Nichtkonformität wende die 8D-Methode an:

    D1: Team bilden

    • Erstelle interdisziplinäres Team
    • Definiere Teamleiter

    D2: Problem beschreiben

    • Was ist passiert?
    • Wann und wo trat es auf?
    • Wie oft tritt es auf?
    • Welche Auswirkungen?

    D3: Sofortmassnahmen

    • Eindämmen des Problems
    • Kunde schĂĽtzen
    • Dokumentiere im Issues-Modul

    D4: Ursachenanalyse

    • 5-Why-Methode anwenden
    • Ishikawa-Diagramm erstellen
    • Root Cause identifizieren

    D5: Korrekturmassnahmen definieren

    • Massnahmen im Massnahmen-Modul erfassen
    • Verantwortliche und Termine festlegen
    • Fokus auf Ursachenbehebung

    D6: Massnahmen umsetzen

    • Umsetzung durchfĂĽhren
    • Dokumentieren
    • Schulungen durchfĂĽhren (falls erforderlich)

    D7: Wirksamkeit prĂĽfen

    • Messung ĂĽber definierte Zeit
    • ĂśberprĂĽfen ob Problem gelöst
    • KPIs ĂĽberwachen

    D8: Standardisierung

    • Erfolgreiche Massnahmen standardisieren
    • Prozesse/Dokumente aktualisieren
    • Wissen teilen (Lessons Learned)
  2. Trend-Analyse:

    • Quartalsweise Auswertung aller Nichtkonformitäten
    • Pareto-Analyse: Welche Fehler treten am häufigsten auf?
    • Identifikation von Mustern und Systemfehlern
    • Ableitung präventiver Massnahmen

Ergebnis: Systematische Fehlerbehandlung mit nachhaltigem Lerneffekt

Schritt 3: PDCA-Zyklus etablieren#

Modul: Projects + Massnahmen

FĂĽr jede Verbesserungsmassnahme PDCA anwenden:

Plan (Planen):

  1. Verbesserungsziel definieren (SMART)
  2. IST-Analyse durchfĂĽhren (Daten sammeln)
  3. Ursachen analysieren
  4. Massnahmen planen
  5. Erfolgskriterien festlegen
  6. Ressourcen planen

Do (Umsetzen):

  1. Massnahmen in Pilotbereich umsetzen
  2. Schulungen durchfĂĽhren
  3. Dokumentation erstellen/aktualisieren
  4. Datenerfassung zur Bewertung starten

Check (ĂśberprĂĽfen):

  1. Zielerreichung messen
  2. Daten sammeln und analysieren
  3. Soll-Ist-Vergleich
  4. Erfolg bewerten
  5. Nebenwirkungen prĂĽfen

Act (Handeln):

  • Bei Erfolg:

    • Rollout auf gesamte Organisation
    • Standardisierung (Prozess/Dokument anpassen)
    • Schulung aller Betroffenen
    • Kommunikation an Organisation
  • Bei Misserfolg:

    • Ursachen fĂĽr Misserfolg analysieren
    • Massnahmen anpassen
    • Erneuter PDCA-Zyklus

Im Projects-Modul abbilden:

  • Phase 1: Planung (Plan)
  • Phase 2: Pilotierung (Do)
  • Phase 3: Evaluation (Check)
  • Phase 4: Rollout/Anpassung (Act)

Ergebnis: Strukturierte, systematische Verbesserungen

Schritt 4: Verbesserungskultur fördern#

Modul: Streams + Teams

  1. Success Stories kommunizieren:

    • Regelmässige Streams-Beiträge ĂĽber erfolgreiche Verbesserungen
    • Vorher-Nachher-Vergleiche zeigen (Zahlen, Fakten)
    • Teams und Ideengeber hervorheben
    • Fotos von Verbesserungsmassnahmen
  2. Lessons Learned dokumentieren:

    • Nach jedem Projekt Retrospektive durchfĂĽhren
    • Fragen:
      • Was lief gut?
      • Was kann verbessert werden?
      • Welche Probleme traten auf?
      • Was haben wir gelernt?
    • Dokumentation im DMS → “Lessons Learned”
    • Best Practices zwischen Bereichen teilen
  3. KVP-Kultur etablieren:

    • Fehlerkultur: Fehler als Lernchancen betrachten, keine Schuldzuweisungen
    • Mitarbeiterbeteiligung: Jeder kann und soll Verbesserungen einbringen
    • Schnelle Umsetzung: Kleine Verbesserungen schnell umsetzen
    • WĂĽrdigung: Engagement fĂĽr Qualität anerkennen
    • Zeit fĂĽr KVP: Plane Zeit fĂĽr Verbesserungsaktivitäten ein
  4. KVP-Kennzahlen:

    • Anzahl Verbesserungsvorschläge pro Mitarbeiter/Jahr
    • Umsetzungsquote von Verbesserungsvorschlägen
    • Nutzen aus umgesetzten Verbesserungen (Kosteneinsparung, Zeitgewinn)

Ergebnis: Gelebte Kultur der kontinuierlichen Verbesserung


đź’ˇ Best Practices#

1. Systematisches Vorgehen#

âś… Empfohlen:

  • Implementiere die Kapitel 4-10 sequenziell
  • Konsolidiere jede Phase, bevor du zur nächsten gehst
  • Nutze die ELIZA-VerknĂĽpfungen zwischen Modulen
  • Starte mit Quick Wins fĂĽr frĂĽhe Erfolge

❌ Zu vermeiden:

  • Alle Kapitel gleichzeitig angehen
  • Dokumentation ohne praktische Umsetzung
  • Isolierte Module ohne VerknĂĽpfungen
  • “Over-Engineering” - halte es einfach und praktikabel

2. Kundenfokus beibehalten#

ISO 9001 ist kundenorientiert:

âś… Empfohlen:

  • Kundenzufriedenheit als Top-KPI
  • Regelmässige Kundenbefragungen
  • Kundenanforderungen in Prozessen verankern
  • Reklamationen als Verbesserungschance nutzen

3. Mitarbeiter einbeziehen#

âś… Empfohlen:

  • FrĂĽhzeitige Information und Schulung
  • Mitarbeiter in QMS-Entwicklung einbeziehen
  • Verbesserungsvorschläge fördern und wĂĽrdigen
  • Praxisnahe Prozesse entwickeln

4. Integriertes Managementsystem#

âś… Empfohlen:

  • Wenn bereits andere Systeme existieren (ISO 14001, ISO 45001):
    • Nutze gemeinsame Elemente (Kontext, Risiken, Management-Review)
    • Vermeide Doppelspurigkeiten
    • Integrierte Audits durchfĂĽhren
    • Gemeinsame Gremien nutzen

5. Regelmässige Reviews#

âś… Empfohlen:

  • Wöchentlich: KPI-ĂśberprĂĽfung
  • Monatlich: OKR Check-ins, QM-Arbeitsgruppe
  • Quartalsweise: Interne Audits, QM-Steuerungsgruppe
  • Halbjährlich: Management-Review
  • Jährlich: Vollständige QMS-ĂśberprĂĽfung

🚀 Quick Start: 60-Tage-Plan#

Für Organisationen, die schnell starten möchten:

Wochen 1-2: Grundlagen#

  • Tag 1-2: ISO 9001 Fixture laden, Standards-Modul erkunden
  • Tag 3-5: SWOT-Analyse erstellen
  • Tag 6-7: Stakeholder erfassen
  • Tag 8-10: Qualitätspolitik erstellen

Wochen 3-4: FĂĽhrung#

  • Tag 11-14: Rollen definieren, QM-Beauftragten ernennen
  • Tag 15-17: QMS-Gremien aufsetzen
  • Tag 18-20: Organisationsstruktur dokumentieren

Wochen 5-6: Planung#

  • Tag 21-25: Risiken bewerten
  • Tag 26-30: OKRs/Qualitätsziele definieren
  • Tag 31-35: Massnahmen planen

Wochen 7-8: Erste Umsetzung#

  • Tag 36-40: Hauptprozess modellieren (z.B. Produktionsprozess)
  • Tag 41-45: KPIs definieren
  • Tag 46-50: DMS-Struktur aufbauen
  • Tag 51-55: Erste Schulungen durchfĂĽhren
  • Tag 56-60: Quick Wins umsetzen und kommunizieren

🎓 Zertifizierungsvorbereitung#

Schritt 1: Gap-Analyse (6 Monate vor Zertifizierung)#

  1. Selbstbewertung durchfĂĽhren:

    • PrĂĽfe alle ISO 9001 Kapitel 4-10
    • Bewerte ErfĂĽllungsgrad pro Kapitel (0-100%)
    • Identifiziere LĂĽcken
  2. Massnahmenplan erstellen:

    • FĂĽr jede LĂĽcke Massnahme definieren
    • Prioritäten setzen (kritisch, wichtig, nice-to-have)
    • Ressourcen und Termine planen

Schritt 2: Internes Pre-Audit (3 Monate vor Zertifizierung)#

  1. Umfassendes internes Audit:

    • Auditiere alle Bereiche wie bei einer Zertifizierung
    • Nutze externe Auditoren (falls möglich)
    • Dokumentiere alle Nichtkonformitäten
  2. Massnahmen umsetzen:

    • Behebe alle kritischen Nichtkonformitäten
    • PrĂĽfe Wirksamkeit
    • Dokumentiere Umsetzung

Schritt 3: Zertifizierungsaudit#

  1. Stage 1 Audit (DokumentenprĂĽfung):

    • Zertifizierungsstelle prĂĽft QMS-Dokumentation
    • Klärt offene Fragen
    • Gibt Feedback zu Verbesserungspotenzial
  2. Stage 2 Audit (Vor-Ort-Audit):

    • Umfassendes Audit vor Ort
    • Interviews mit Mitarbeitern
    • Beobachtungen in Produktion
    • DokumentenprĂĽfung
    • Abschlussgespräch
  3. Zertifikat:

    • Bei erfolgreicher Auditierung: Zertifikat wird ausgestellt
    • GĂĽltigkeit: 3 Jahre
    • Ăśberwachungsaudits: Jährlich

Kosten und Dauer#

Implementierungsdauer:

  • Klein (< 20 Mitarbeiter): 6-9 Monate
  • Mittel (20-100 Mitarbeiter): 9-12 Monate
  • Gross (> 100 Mitarbeiter): 12-18 Monate

Zertifizierungskosten:

  • Abhängig von Unternehmensgrösse und Zertifizierungsstelle
  • Ca. CHF 3'000-15'000 fĂĽr Erstzertifizierung
  • Ca. CHF 1'500-5'000 fĂĽr jährliche Ăśberwachungsaudits

đź”— WeiterfĂĽhrende Ressourcen#

ELIZA-Dokumentation#

ISO 9001 Ressourcen#

  • ISO 9001:2015 Normtext (kostenpflichtig)
  • ISO/TC 176 - Technical Committee
  • Nationale Normungsorganisationen (z.B. SNV Schweiz)
  • Zahlreiche QM-FachbĂĽcher und Online-Ressourcen

Schulungen und Weiterbildungen#

  • ISO 9001 Grundlagenschulung
  • Interne Auditorenausbildung
  • QM-Methoden (FMEA, 8D, SPC)
  • Lead Auditor Ausbildung (fĂĽr Zertifizierung)

❓ Häufige Fragen (FAQ)#

F: Wie lange dauert die vollständige Implementierung?#

A: Die Implementierung eines QMS nach ISO 9001 dauert typischerweise 6-18 Monate, abhängig von:

  • Grösse der Organisation
  • Vorhandener Prozessdokumentation
  • VerfĂĽgbaren Ressourcen
  • Erfahrung mit Managementsystemen
  • Komplexität der Prozesse

F: Ist eine Zertifizierung Pflicht?#

A: Nein, die Implementierung ist auch ohne Zertifizierung wertvoll. Vorteile der Zertifizierung:

  • Externe GlaubwĂĽrdigkeit
  • Marketingvorteil (besonders im B2B)
  • Systematische externe ĂśberprĂĽfung
  • Oft Voraussetzung fĂĽr Kundenaufträge
  • Zugang zu bestimmten Märkten/Ausschreibungen

F: Welche Module sind Pflicht fĂĽr ISO 9001?#

A: Mindestanforderungen:

  • Standards (Normkapitel dokumentieren)
  • SWOT (Kontext, Risiken)
  • Prozesse (Geschäftsprozesse)
  • DMS (Dokumentation)
  • KPI (Leistungsbewertung)
  • Issues (Nichtkonformitäten)

F: Können wir ISO 9001 mit anderen Standards kombinieren?#

A: Ja, die High-Level Structure (HLS) ermöglicht Integration mit:

  • ISO 14001 (Umweltmanagement)
  • ISO 45001 (Arbeitssicherheit)
  • ISO 21001 (Bildungsorganisationen)
  • ISO 27001 (Informationssicherheit)
  • Viele weitere ISO-Standards

Gemeinsame Elemente: Kontext, FĂĽhrung, Planung, Management-Review

F: Was kostet eine ISO 9001 Zertifizierung?#

A: Kosten setzen sich zusammen aus:

  • Implementierung:

    • Interne Ressourcen (Personalzeit)
    • Externe Beratung (optional): CHF 10'000-50'000
    • Schulungen: CHF 1'000-5'000
    • Software (ELIZA bereits vorhanden)
  • Zertifizierung:

    • Stage 1 + Stage 2 Audit: CHF 3'000-15'000
    • Jährliche Ăśberwachungsaudits: CHF 1'500-5'000
    • Re-Zertifizierung (nach 3 Jahren): CHF 3'000-15'000

F: Wie behalte ich den Ăśberblick ĂĽber alle Anforderungen?#

A: Nutze die Standards-Modul-Features:

  • ErfĂĽllungsgrad pro Kapitel tracken
  • Dashboard mit allen VerknĂĽpfungen
  • Export-Funktionen fĂĽr Berichte
  • Audit-Checklisten aus Kapiteln generieren
  • VerknĂĽpfungen zwischen Standards, Prozessen, Dokumenten, KPIs

F: Was sind typische Stolpersteine bei der Implementierung?#

A: Häufige Herausforderungen:

  • Mangelndes Commitment der Geschäftsleitung
  • Widerstand der Mitarbeiter gegen Veränderungen
  • Zu viel Dokumentation (“Dokumentations-Wahnsinn”)
  • Fehlende Ressourcen (Zeit, Personal)
  • Zu komplexe Prozesse (nicht praxistauglich)
  • Mangelnde Schulung der Mitarbeiter
  • Fehlende Integration ins Tagesgeschäft

Lösungen:

  • FrĂĽhzeitige Information und Einbindung aller Stakeholder
  • Pragmatische, schlanke Prozesse
  • Schulungen und Change Management
  • Quick Wins kommunizieren
  • QMS als UnterstĂĽtzung, nicht als BĂĽrokratie positionieren

📊 Erfolgsmessung#

Dein QMS ist erfolgreich, wenn:

✅ Erfüllungsgrad ≥ 95% für alle Pflichtkapitel ✅ KPI-Zielerreichung ≥ 80% ✅ Kundenzufriedenheit ≥ 8.0/10 ✅ Reklamationsquote < 2% ✅ Liefertreue ≥ 95% ✅ Nichtkonformitäten werden systematisch behandelt ✅ Audit-Nichtkonformitäten sind rückläufig ✅ Mitarbeiter bringen aktiv Verbesserungsvorschläge ein ✅ Prozesse werden gelebt und nicht nur dokumentiert ✅ Management-Review findet regelmässig statt und trifft Entscheidungen

🎓 Zusammenfassung#

Die ISO 9001 Umsetzung mit ELIZA ist durch die modulare Architektur und durchgängige Integration besonders effizient:

VorteilBeschreibung
Vollständige AbdeckungAlle 7 Hauptkapitel (4-10) durch ELIZA-Module unterstützt
Integrierte WorkflowsNahtlose VerknĂĽpfungen zwischen Standards, Prozessen, DMS, KPIs
NachvollziehbarkeitAudit-Logs und Versionierung für alle Änderungen
TransparenzDashboard mit ErfĂĽllungsgrad und KPI-Visualisierung
ZusammenarbeitTeam-basierte Features fĂĽr QM-Steuerungsgruppe
Kontinuierliche VerbesserungPDCA-Zyklus in Projekten und Massnahmen abgebildet
ZertifizierungsreifeAlle erforderlichen Nachweise und Dokumentation

Viel Erfolg bei der Umsetzung deines Qualitätsmanagementsystems mit ELIZA! 🎯


Letzte Aktualisierung: 2025.11.13 Version: 1.0 Autor: ELIZA Documentation Team

Feedback? Kontaktiere den Support unter support@eliza.swiss